Gute Kampfsportausrüstung ist teuer. Trotzdem behandeln die meisten sie so, dass sie deutlich früher ersetzt werden muss als nötig. Die häufigsten Fehler:
1. Alles bleibt in der Tasche
Der Klassiker. Nach dem Training wandert alles in die Sporttasche, der Reißverschluss geht zu, und bis zum nächsten Mal passiert nichts. In einer geschlossenen Tasche bleibt es warm und feucht – die schlechtestmögliche Kombination für Material und Geruch.
2. Trocknen auf der Heizung
Verständlicher Reflex, aber schädlich. Direkte Hitze entzieht Leder und Kunstleder Feuchtigkeit zu schnell. Das Material wird spröde, Nähte werden belastet, Risse entstehen. Langsames Trocknen bei Raumtemperatur mit Luftzirkulation ist immer besser.
3. Handschuhe mit der Öffnung nach oben
Wenn Restfeuchtigkeit nicht ablaufen kann, sammelt sie sich im Polster. Handschuhe nach dem Training mit der Öffnung nach unten aufstellen oder aufhängen.
4. In der Waschmaschine
Klingt naheliegend, ruiniert aber die Polsterung. Der Schaumstoff im Inneren nimmt Wasser auf, verliert seine Struktur und trocknet innen kaum durch. Ein Handschuh, der einmal in der Maschine war, ist meistens danach nie wieder derselbe.
5. Bandagen mit den Handschuhen zusammen wegpacken
Feuchte Bandagen im Handschuh halten die Feuchtigkeit zusätzlich fest. Bandagen gehören sofort raus, ausgewaschen und getrennt getrocknet.
Die Rechnung dahinter
Ein ordentliches Paar Handschuhe kostet zwischen 80 und 150 Euro. Wer sie konsequent nass wegpackt, tauscht sie unter Umständen doppelt so oft. Der Aufwand, das zu vermeiden, liegt bei etwa dreißig Sekunden pro Trainingseinheit.